Oscars

Gut, dann ist es also wieder soweit. Woran merkt man, dass wieder die Oscars sind? Diese extrem nervige Moderatorin, die kein  Englisch sprechen kann, stellt Schauspieleren unötige Fragen. Andere Leute analysieren Kleider und alle hacken sie auf Leo rum – hoffen wir mal, dass bald die Verleihung losgeht, rote Teppiche hab ich noch nie verstanden.

Also gehts los. Das Intro ist gut und erinnert mich an Tim Burton. Die Eröffnungsrede von Christ Rock ist böse und tiefschwarz (Ohje, jetzt fang ich auch schon mit den Witzen an) – ich kann eine Sehempfehlung aussprechen! Vor allem ist er eines – ehrlich. Und all die weißen Schauspieler im Publikum haben keine Ahnung, ob sie lachen dürfen oder nicht.

Und schon der erste Oscar: Bestes Drehbuch. Geht an Spotlight. Direkt im Anschluss das beste adaptiere Drehbuch.  The Big Short. Ich kann wenig dazu sagen, da ich beide filme nicht kenne. Werdens schon verdient haben.

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Was wäre, wenn die Oscarfavoriten schwarze Schauspieler beinhalten würden? Wunderwunderschön satirischer Einspieler. Dieses Oscars trauen sich was! https://amp.twimg.com/v/f742ffbe-8240-42a7-97c6-ec510e41da12

Weiter geht’s mit Writings on the wall, dem Song den ich von mal zu mal besser finde. Introduced by the fabulous and wonderful Sarah Silverman, diese lustige Rede und Bonds sexuelle Fähigkeiten und den folgenden Auftritt kann man sich geben. Der Typ hat ne Wahnsinnsstimme – live nochmal besser!

Jetzt werden die Nominierten „besten Filme“ vorgestellt. Erinnert mich daran, dass ich mir „The Big Short“ noch ansehe.

Beste Nebendarstellerin. Geht an Alicia Vikander (The danish girl) – war abzusehen und ich will diesen Film bald endlich sehen! Und ich mag ihr Kleid.

Heute ist die „Leute, hört auf zu reden Musik“ der Walkürenritt, was ich recht fad finde, das war schonmal abwechlsungsreicher.

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Bestes Kostümbild. Ich hoffe ja auf Mad Max! Präsentiert von Cate Blanchett in einem hübschen Kleid, das gut zu ihr passt. Yaaay Mad Max kriegt ihn! Ich freu mich, das ist berechtigt. Sie sagte „What a lovely day!“

Und nun Szenenbild. Hier wirds spannend, da sind einige unglaublich gute Leistungen dabei. Und erneut Max Max! Ich freu mich – das könnt ein Siegeszug für einen grandiosen Film werden.

Maskenbild. Mad Max oder Revenant? Das erste ernstzunehmende Duell. Mad Max! Gibts das denn? Dieser Film legt gut vor, aber das durchaus zu Recht (Wobei man die Wunden in Revenant nicht schmälern möchte).

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Beste Kamera. Macht Lubezki das Triple? Ja, tut er! War abzusehen, ich freu mich und der Typ hats echt verdient.

Bester Schnitt ist als nächstes dran. MAD MAX!!! Ich sitze halb jubelnd auf dem Sofa und freu mich. Auch diese Statuette völlig wohlverdient. Finds nur etwas schade für Star Wars, das war eine seiner wenigen Chancen.

Eine kurze Geschichtsstunde in schwarzer Filmgeschichte. Eine Spitze nach der anderen, ich find die Moderation sehr gelungen.

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Ok, der Tonschnitt. Irgendwas sagt mir, dass Mad Max auch hier gute Karten hat, hoffe aber aus Nerdgründen auf Star Wars… And it’s Mad Max, once again. Schön, die beiden freuen sich. Für dieses Rede ergeht eine Empfehlung, die beiden sind irgendwie knuffig.

Mit Soundmix geht’s weiter. Wird das auch Mad Max? Wär folgerichtig. Und ja, was sonst. Für Star Wars wirds eng, aber ich freu mich, wie schon gesagt mit und für diesen außergewöhnlichen Film, der hier einfach durchrusht. 6 Oscars und noch keine Hauptkategorie angetastet…

Andy Serkis präsentiert die Visual Effects, wer sonst. Hier jetzt Star Wars? Mad Max ist halt auch nominiert und auch der Bär in Revenant war gar ned schlecht… Oh! Ex Machina! Unerwartet, aber ich denke, verdient, wie gesagt, den Film muss ich noch sehen.

Das sind 3 Droiden, nach denen ich wohl nicht gesucht habe. C-3PO, R2D2 und BB-8 betreten die Bühne. Kleine Hommage an John Williams.

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animierter Kurzfilm wird von den Minions präsentiert. Gewohnt lustig. „Bear Story“ gewinnt.

Buzz Lightyear und Woody stellen den besten animierten Film vor. Inside out gewinnt. Für alles andere hätte ich aber auch nach Los Angeles fliegen müssen und die Academy erschießen. Für mich der Film des Jahres. Mit einer wunderschönen und inspirierenden Rede. „Es gibt Tage, an denen bist du wütend oder traurig, das kannst du dir nicht aussuchen. Aber du kannst trotzdem Filme machen, malen, schreiben. Und es wird einen großen Unterschied machen!“

Eine Songeinlage, mal wieder – der Titelsong aus Shades of grey, dessen Name ich nicht kenne. Ah, „Earned it“ von The Weekend. Passabler Auftritt.

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Er hört nicht auf und es bleibt gut: https://amp.twimg.com/v/db872a47-abad-4e8a-aafc-85b7064f0986

Dann kommt nun der beste Nebendarsteller. Tom Hardy sollte den bitte gewinnen, einfach weil er der eigentliche Star aus Revenant war. Aber die Konkurrenz ist auch stark… Ok, Mark Rylance gewinnt für Bridge of Spies – auch seine Leistung war stark.

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Bester dokumentarischer Kurzfilm (Nils, bitte weiterlesen, es gibt hier nichts zu sehen – außer du lässt dich davon überzeugen, dass es gute Dokus gibt): a girl in the river: The price of forgiveness

Und der beste Dokumentarfilm gleich hinterher: Amy

Wertung lass ich zwecks Nicht-Kennen.

Oh, Christ Rock ist guuut. Böse und gut!

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Und nun die Sequenz für alle Verstorbenen… Christopher Lee, Alan Rickman, Leonard Nimoy, James Horner…

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Zwei Kinder präsentieren den besten Kurzfilm. Sie stehen auf Holzboxen. Ich muss lachen. Gewinnen tut „Stutterer“.

Nun der beste fremdsprachige Film. Ich finde es immer noch skandalös, dass Victoria nicht nominiert werden durfte, weil er zu viel Englisch in ihm drin hatte. Son of Saul (Ungarn) gewinnt.

Gut, ich gebs zu – so langsam werd ich müde…

Jetzt singt Lady Gaga, ich bin gespannt, letztes Jahr war sie grandios. Vor gestellt wurde sie von Joe Biden, Vizepräsident, der eine flammende Rede gegen sexuellen Missbrauch gehalten hat, worin es auch in dem Lied geht. Sehr eindrucksvolles Lied

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Beste Filmmusik! Jetzt wirds Spannend. Morricone oder Williams?  It’s Morricone. Soll mir recht sein, Ist sein erster, während Williams ja schon 5 rumstehen hat. Und wurde 50 mal nominiert, wie ich gerade lese, unglaublich!

Und nun der beste Filmsong. Geht das ganze an Lady Gaga? Ich bin gespannt. Nein! Writings on the wall! Unglaublich, das kam unerwartet. Der zweite Bondsongoscar aller Zeiten nach Skyfall.

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Jetzt kommen die spannenden Kategorien. Zuerst Beste Regie. Ich drücke die Daumen für George Miller und Mad Max. Cool! Präsentiert von J.J. Abrams. I like this guy, but you knew already. Ok, Innaritu bekommt ihn für Revenant. Auch Recht und auch verdient, aber ich find den Kerl nunmal unsympathisch. Der Film ist trotzdem stark. Und villeicht bekommt Mad Max den besten Film, das wär natürlich auch der Hammer.

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Beste Hauptdarstellerin. Vorgestellt von dem Menschen, dem ich den Oscar für den besten Hauptdarsteller auch dieses Jahr gönnen würde – Eddie Redmayne. Ich würde ihn Brie Larson gönnen, obwohl ich Raum noch nicht gesehen habe. Aber wenn sie auch nur halb die Figur aus dem Buch rüberbringt, hat sie ihn schon verdient. Und sie bekommt ihn auch.  Sie freut sich mit Eddie.

Werbung, die dreizehnte. Na komm, so langsam…

Jetzt ist die entscheidende Frage doch eh: Bekomm Leo seinen Oscar oder ist die Academy echt mies zu ihm und will ihn in den Selbstmord treiben? Nein, er kriegt ihn! Er grinst, durchaus stolz. Er redet über Klimaerwärmung, find ich gut. Wir sollten alle was tun!

Morgan Freeman darf den besten Film küren – wer sonst? Revenant oder Mad Max? Jetzt wirds spannend. Nein! Spotlight! Unglaublich, damit hat niemand gerechnet, ich kanns nicht beurteilen, aber nach allem, was ich heute gesehen habe, wirkt dieser Film extrem interesannt und vor allem: Wichtig!

Das wars wohl. Chris Rock verteilt Kekse. Glitzer auf der Bühne. alle freuen sich. Mad Max ist der Gewinner des Abends, Revenant hat die entscheidenden Kategorien abgeräumt und abgesehen davon waren es wohl überwiegend Einzelleistungen, die geehrt wurden. Chris Rock war ein wunderbarer Host, der ehrlich und gemein, aber immer gut drauf war. Diese Oscars haben Spaß gemacht und ich frage mich: Hat es eine Bedeutung, dass es genau 13 Werbepausen gab?

Habt eine schöne Restnacht und einen guten Morgen. Ich les mir das dann nochmal durch und dann gibts Anschauempfehlungen, aber jetzt wird erstmal geschlafen.

Das folgende entstand während dem Obrigen:

Wisst ihr was? Ich mach mir hier mal einfach eine Liste auf, in der Filme drin stehen, die ich mir ansehen will:

The Big short

Hail, Caesar!

The danish girl

Spotlight

Ex Machina

Brooklyn

Joy

Cowboys vs Aliens

Silver Linings

Steve Jobs

München

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So, das solls also gewesen sein. Das Gefühl des übermäßigen Triumphes bleibt leider aus. Wirklich zufrieden bin ich ehrlich gesagt auch nicht. Villeicht bin ich aber einfach nur müde und froh, jetzt mal 2 Tage absolut an nichts zu denken.

Und der spannendste Teil beginnt ja eh erst noch.