Das tun, was man liebt…

mit den Menschen, die man liebt.

ohne an morgen zu denken.

Ich schwelge gerade in Musik und blogge deswegen Links, da es eh keinen sinn macht, zu versuchen, vollständig aufzuarbeiten, was ich die letzten Tage und wochen versäumt habe. Das waren viele Tage…

Heimat ist der Ort, an dem ich glücklich bin, egal, wo ich bin

Auch schreckliche Dinge inspirieren oft zu wunderschöner Kunst

und nun noch eine Auswahl von Liedern aus meiner Vergangenheit, deren Videos ich über alles mag

 

 

Goodbye to yesterday

So ist das. Kaum arbeitet man, hat man keine Zeit mehr für Nix, schrecklich. Aber heute ist Mittwoch, heute ist Wochenende und heute hole ich alles nach, was ich die ziemlich genau letzten 7 Tage verbockt habe (Da kam der letzte Blogeintrag). Also ist es mir ein inneres Anliegen, damit weiterzumachen, was ich schon so oft angeteasert habe, nämlich der letzte Tag in Irland, der schon wieder so weit weg scheint…

Immerhin gibt es heute viele Bilder, villeicht entschädigt das die längere Abwesenheit ein wenig…

Der ursprüngliche Plan (Mein Gott, ist das lange her! Noch VOR der Reise) war, morgens gemütlich in Cork loszufahren, einen Zwischenstopp in Cashel bei der berühmten Burganlage Rock of Cahsel zu machen und dann gemütlich am Flughafen herauszukommen, einzusteigen und gen Heimat zu reisen.

Ziemlich genau so kam es dann auch. Irland ist ein ganz eindeutiges Busland, im Großen und Ganzen war unsere Reise wohl ein bisschen teurer als mit dem Auto, geschuldet vor allem der völligen Spontanität unserer Buchungen und der Tatsache, dass wir keinerlei Vorwissen hatten, aber ich kann eine Irlandreise auf diesem Wege jedem empfehlen!

In Cork wurde gleich mal unser gewählter Bus nicht angezeigt, na super. Es war Ostersonntag, gefühlt der erste Tag unserer Tour, an dem alles zu hatte. Wir konnten nicht nachfragen, hatten keine Ahnung und mussten hoffen, dass all das funktionierte. Zum Glück fanden wir jemanden, der den gleichen Busplan hatte wie wir und schöpften zuerst Hoffnung, aus der dann Gewissheit wurde, als der Bus auf der Anzeigetafel erschien und später natürlich auch an der Haltestelle.

Wir stiegen ein, Theresas Schülerausweise wurde als ungültig deklariert, da nur irishe Student ID’s das höchste Maß der Dinge seien, aber er würde ein Auge zudrücken. Ja mei, insoweit hatte das absolut keine Auswirkung auf unser Handeln und wir bestiegen den Bus, in welchem Theresa las und Jonas den letztmöglichen Blogeintrag schrieb. (Jetzt schreibt er den letzten, entscheidender Unterschied!) (Es ist irgendwie Tradition, dass der immer verspätet kommt, oder?!)

Nunja, wir erreichten Cashel, es war etwas nass und kalt, erschöpft und mit letzter Kraft schleppten wir uns auf den Berg um die schützenden Mauern der Burg (nachdem wir Eintritt zahlten) hinter uns zu lassen und regengeschützt zu sein. Blöderweise gab es kein Dach und wir wurden trotzdem nass.

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Ich habe versucht, das riesige 2/3 umspannende Baugerüst auf den Fotos zu ignorieren – die Anlage erscheint dadurch kleiner als sie ist…

 

 

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Todd?! You are here?! OMG!!!

Der Ausblick von dort oben war sehr nett, der Bischof wusste schon genau, was er da fabrizierte, als er dieses Monstrum auf den Berg (respektive Hügelchen) baute. Mittlerweile ist der Rock übrigens ein Friedhof, der immer noch in Betrieb ist. Allerdings musste man sich vor gut 70 Jahren registrieren, um hier begraben werden zu dürfe, weswegen die Menschen, die diese letzte Ruhestätte noch bevölkern dürfen, langsam aussterben. Das Irland alte Gemäuer zu Friedhöfen macht ist absolut Gang und Gebe und Jonas findet das sehr cool!

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Hier in diesem Ort des Landes ist das mit dem Grünen Land sogar mal ernstzunehmen. Es war kalt. Aber es war sehr schön!
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Kühe! Schwarz! Weiße! Kühe! Yippiieeeehhh!!! Ich mag die! Echt! Ziemlich gern! Sehr ziemlich!
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Da kam wohl wieder der Künstler durch – sorry!

Da es kalt war und regnete, verzogen wir uns noch in das Museumskino in dem ein Film über den Rock of Cashel lief, ich hab keine Ahnung mehr vom Inhalt, das tut mir ausgesprochen leid. Aber es war interesannt. Glaub ich.

Einen zweiten Stopp legten wir in Cashel noch ein – in einem Restaurant, in dem wir zu Mittag dinierten.  Auf einem Fernseher lief gerade die große Dublin Parade zum Easter Rising (s. Artikel irgendwann am Anfang), in der sie alles, was irgendwie militärisch aussah, durch die Hauptstraßen transportieren (inklusive den Rollstuhlveteranen). Das Essen war gut und billig und sättigend und so begaben wir uns gut gestärkt zur Bushaltestelle, an der wir erfrohren.

Ende.

DOCH MIT LETZTER KRAFT ZOGEN WIR UNS VÖLLIG UNTERKÜHLT IN DEN BUS, DER IN LETZTER SEKUNDE UM DIE ECKE SCHOSS.

Ein letzter Blick auf das Castle, bzw. die Church, bzw. den Rock und weiter ging es auf die Autobahn und die letzte Etappe zum Flughafen.

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So sieht das Ding dann in ganz aus. Das Gerüst lässt sich erahnen.

Theresa las, Jonas ein bisschen mit, hörte dabei Musik und freute sich auf den Flug (dazu gleich mehr). Leider fuhren wir zum Abschluss nicht nochmal durch Dublin durch, da die Parade alles komplett verstopfte. Der Bus 2 Stunden vorher (Aus dem wir in Cashel ausgestiegen waren) hatte diesen Irrsinn versucht und kam gleichzeitig mit uns am Flughafen an, insoweit haben wir planerisch alles richtig gemacht!

Am Flughafen versuchten wir noch, etwaiges Restessen und Trinken zu vernichten, schauten uns die heute show an und warteten, da wir noch gute 2,5 Stunden Zeit hatten. Durch die Sicherheitskontrolle kamen wir unproblematisch durch, auch wenn diese Idioten uns eine extrem leckere Erdbeer-Vanille Marmelade weggenommen haben, weil sie angeblich ne Flüssigkeit wäre -_- (also wenn noch wer Geburtstagsgeschenke sucht…)

Am Gate erwartete uns ein sehr schöner Anblick – in der Abendstimmung wölbte sich ein Regenbogen über das Rollfeld, wir beide waren müde und erinnerten uns gemeinsam ein einige Momente der Reise zurück, Jonas organisierte seine Weiterreise am übernächsten Tag, da es ja schon wieder weiter nach München gehen sollte (oder mittlerweile gegangen ist)

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Ich würde gern Double Rainbow schreiben, aber es war nur ein sehr hübscher Einzelrainbow

Doch nun ging es zuerst in Richtung Flugzeug, in welchem Jonas zwei Sitzplätze am Fenster reserviert hatte, da er hoffte, einen Sonnenuntergang aus dem Flugzeug ansehen zu können, wofür er unfassbare 8 Euro ausgab. Ich finde aber, es hat sich gelohnt – die folgenden Bilder lasse ich einfach mal ohne Kommentar stehen – sie sprechen für sich!

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Unser Flugzeug
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Der Regenbogen verschwindet und lässt wunderschöne Wolkenformationen im Hintergrund erahnen
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Irland aus der Luft. Ein letzter Blick auf dieses schöne, grüne Land
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Flug durch Kunstwerke aus Wolken

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Dies sind die Wicklow Mountains. Von oben sehen sie irgendwie echt mickrig aus…

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We’re leaving Ireland right now….

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Nach diesen wunderschönen Impressionen und Blicken auf wunderschöne Naturgewalten ging der Flug recht gemütlich vonstatten. Wir flogen über eine große Stadt (vmtl. in Belgien oder Frankreich), aber haben keine Ahnung, wie diese hieß.

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Landeanflug auf Hahn

 

Wir landeten pünktlich um 22 Uhr in Hahn und waren zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich müde, da der Tag ja wegen Zeitumstellung und Reisezeitumstellung 2 Stunden länger war als ein Tag zu sein hatte. Nachdem wir die Passkontrolle passiert hatten und bei Theresas Auto ankamen fuhren wir los – nochmal 4,5 Stunden durch die Nacht… Dazu Musik und einige Hörspiele, bis wir müde und erschöpft ins Bett fielen.

An der Stelle möchte ich mich noch bei meiner wunderbaren Mitreisenden bedanken, die diese Reise sicherlich mindestens genau so sehr bereichert hat wie die ganzen Erfahrungen und Eindrücke, die Irland uns schenkte. Ich muss nicht viel schreiben – ich habs dir eh schon gesagt – mit dir zu reisen ist tatsächlich herrlich unkompliziert und ich wiederhole das gerne und bin froh, mit all meinen Reisepartnern bisher ein solch großes Glück gehabt zu haben.

Jetzt muss ich nur wieder anfangen, diesen Blog ernstzunehmen…

also auf ein neues, gleich morgen!