What a lovely Day

Ok, wo soll ich also beginnen? Heute ist der zweite von insgesamt 8 Tagen einer Irlandreise zweier Menschen namens Theresa und Jonas. Tag 1 war verhältnismäßig stressig, lang und ermüdend, weswegen der Blog heute beginnt. Heute beginnt er allerdings, da ich nicht weiß, wann wir das nächste Mal Internet haben und ich euch dieses Geschehnisse nicht vorenthalten möchte.

Los ging es also gestern um exakt 1 Uhr nachts. Nach 3 möglichen Stunden Schlaf klingelt der Wecker und erinnert uns daran, dass es Zeit ist, uns auf den Weg zu machen. Letztlich waren es nicht ganz 3 Stunden, aber es war besser als nichts. Anziehen, zum Auto marschieren, einladen, Navi anschmeißen, losfahren. Die Fahrt lief umbeschwerlich und bis auf einen komplett ausbrennenden Bus ereignislos (Der war dafür sehr spektakulär  – zum Glück kam niemand außer dem Bus zu Schaden, wie wir nun wissen, Google sei Dank). Ansonsten hatten wir leere Autobahnen, viel Traubenzucker und Spezi einige LKW’s, leckeres Lidl-Gebäck und hinter Frankfurt eine Autobahnähnliche Straße, die uns schnell zum Ziel – einem Parkplatz in Sohren  führte. Dort waren wir dann eine Stunde früher als angegeben. War aber zum Glück kein Problem – das Shuttle zum Flughafen kam prompt.

Der Flughafen Hahn hat in etwa den Charme einer Fabrikhalle (und zwar keiner schönen antiken, sondern den einer neuen hässlichen), weswegen wir kein gesondertes Interesse daran hatten, ihn näher kennenzulernen, sondern schnell durch die Sicherheitskontrolle zum Gate gingen und dort auf’s Boarding warteten. Das begann dann auch, wir setzten uns ins Flugzeug und flogen nach Dublin.

Hier beginnt gefühlt ein neuer Tag – die Landung in Dublin muss doch wann anders gewesen sein, als unsere lange Fahrt zum Flughafen?! Na ok, rein vom Datum her ist es wohl noch identisch. Frohgemut begaben wir uns zum Car Rental Service um unser Auto entgegenzunehmen und dann Irland unsicher zu machen. Etwas müde, aber trotzdem froh gaben wir dem Kerl unseren Reservierungsschein. Der fragte noch nach meinem Alter, ich sagte es ihm, er sagte, dass ich zu jung sei. Ich war irritiert und berief mich auf die Internetseite, aber er sagt es täte ihm leid, aber er könne uns kein Auto geben, aber keine Sorge, wir müssten auch nichts zahlen.

Das war natürlich in dem Moment eher als suboptimal zu bezeichnen, da wir unsere gesamte Planung auf diese 4 Reifen gebaut haben. Also versuchten wir, alle anderen Firmen abzufragen, von allen kam das gleiche Ergebnis, weswegen wir erstmal ratlos dastanden.

Diese Ratlosigkeit dauert zum Glück nicht lange – wir schauten uns an und sprachen den identischen Gedanken aus: Dann halt mit öffentlichen Verkehrsmitteln! Um uns zu beruhigen, googelte wir gleich mal einige Busse, im Großen und Ganzen schien das möglich zu sein. Dann noch herausfinden, wie wir in unser Heim in Dublin mit dem Bus gelangen und los ging es. Dieser ungeplante Umstand war übrigens auch der Grund, wieso es bisher noch keine Fotos gibt und die auch erst etwas später kommen.

Die Busfahrt war etwas kompliziert, da wir uns ein bisschen rumfragen mussten, bis wir an der richtigen Stelle waren, aber nach ungefähr 1,2 Stunden fanden wir das nette Häuschen von Sam, unserem AirBNB-Kontakt. Zu diesem Zeitpunkt war unsere Stimmung aufgrund von Müdigkeit und Planungszusammenbruch leicht gedämpft, aber dieser Kerl war so sympathisch und freundlich, dass er das schnell revidierte. Er zeigte uns alles, sagte uns noch einige Tipps und Informationen und war prinzipiell sehr nett.

Wir stellten einen Tagesplan auf: 1. Einkaufen, 2. Dublin ansehen, 3. Abends Busse für die Folgetage buchen.

Punkt 1 war schnell abgehakt, da direkt ein Shoppingcenter um die Ecke lag. Es gab Vinegar Pringles, was Jonas sehr begeisterte. Und dann natürlich noch anderen Standardscheiß für Frühstück, Mitagessen, Abendessen, etc. Da am nächsten Tag Sonntag war, versuchten wir für alle Tage bis Montag mitzudenken.

Nun ging es endlich in die Stadt. Nach fast 11 Stunden des Unterwegseins begann nun also das Sightseeing. Mit dem Bus zur City Hall, denn dort gab es eine Aktion, nämlich folgende:

This is Dublin Castle

Da am 17.03 der St. Patricks Day war, ist Dublin noch grüner als sonst. Für eine Woche gibt es einige Aktionen und verschiedene Vergnügungsmärkte und alles ist in grün beleuchtet, etc. Im Rathaus gab es eine Art „Schnitzeljagd“, an der man teilnehmen konnte und bei der man die wichtigsten kulturellen Institutionen Dublins abhaken konnte und an jeder ein Rätsel lösen musste – quasi perfekt um eine Stadt erstmal kennenzulernen. Wir bekamen eine Tüte, den Zettel und eine Karte (Die Karte ist toll immer noch!) und planten erstmal den besten Weg zu allen Teilen. Theresa übernahm die Führung, das funktionierte prima und sollte allen anderen mit mir Reisenden mal zu denken geben, wieso sie immer mich vorlaufen lassen 😛

 

Kunst am Trinity College
eine hübsche alte Harf im Trinity College (Um genau zu sein die älteste noch erhaltene in diesem Land und quasi Symbol für Irland)
Und natürlich der „Long Room“ – bekannt aus Filmen wie „Harry Potter“, wenn den jemand kennt. Eintritt 10 Euro für einen Raum ist schon happig, aber es ist auch ein hübscher Raum!

Die einzelnen Stationen waren durchaus interesannt, aber unsere Aufnahmefähigkeit aufgrund von Müdigkeit begrenzt, weswegen wir außer dem Rätsel nur sehr marginal über den Tellerrand hinausschauten. Es war etwas bewölkt und deswegen freuten wir uns vor allem sehr auf den nächsten Punkt – das Musical „Let it be“, wegen dem wir die Schnitzeljagd aus Zeitgründen auch leider nicht vollenden konnten (Keine Ahnung, ob es etwas zu gewinnen gegeben hätte, aber es war auf jedenfalls ne nette Tour).

Mehr Kunst am Trinity College
Das Energy Gais Theatre – hier ging es dann in ein hübsches Musical

Zu Let it be: Die Jungs auf der Bühne haben das echt gut gemacht – man hatte das Gefühl, dass die Beatles wohl schon so ähnlich aufgetreten sein müssen, die Musik war großartig, nur „Musical“ ist der falsche Ausdruck, es war ein Konzert. Und auch das Publikum war etwas älter als auf den legendären Stadionkonzerten – eher so 60-65 und dementsprechend auch etwas verhaltener. Aber bei einigen Lieder stand der ganze Saal, alle haben getanzt und mitgesungen und man hatte das Gefühl, dass alle hier drin nochmal um 30 Jahre jünger geworden sind. Es war sehr schön, nur waren wir beide etwas müde, was in diesem dunklen, bequemen Raum vor allem bei den ruhigeren Liedern schwierig war, aber es war schön, definitiv, sehr.

Ein müdes Auge nach einem Konzert
Dublin in der Abendstimmung (Die Brücke ist schwenkbar, das ist sooo cool!!!)
buntes Gebäude, Kirche (Falschfarbendarstellung)

Im Anschluss sind wir noch am Fluss vorbeigelaufen, dessen Name ich nicht weiß (Liffey sagen Wikipedia und Theresa), wir hatten viele schöne Architektur, blaue Stunde, grünes Licht, Abendstimmung, ruhige Möwenschreie, die nur noch von den sanften Geräuschen des riesigen Vergnügungsparks mit diffizilem Bass überdröhnt wurden und die Temple Bar.

Ursprung des difizilen Basses
Ursprung mit Palme

DIE Temple Bar ist etwas falsch, es handelt sich um ein echt hübsches Partyviertel mit vielen Pubs und Straßenmusikern, durch welches wir hindurchspalanzierten, immer auf der Suche nach etwas zu Essen. Wir fanden: Überfüllte Pubs mit hübscher Musik, für die wir aber aufgrund von absoluter Fertigkeit keinen Nerv mehr hatten. Wir fanden nicht: Etwas ansprechendes gemütliches mit Sitzgelegenheit zum Essen. Also fuhren wir nach Hause, wo dann Sam mit Freunden kochte, weswegen die Küche blockiert war.

Temple Bar /(Falschfarbendarstellung) ((sagt Theresa)) (((ich finde, es transportiert die Emotionalität))) ((((Na egal, bis morgen!))))

Scheiß auf Essen, wir sind müde, war das allgemeine, daraus entstandene Konsens, weswegen wir uns ins Zimmer verzogen und viel googelte, Fahrten planten, Informationen durch die Gegend schleuderten, bis sie Sinn ergaben (oder auch machten) und schliefen zufrieden und sehr sehr müde ein…

Gestern=Heute=Morgen

Der Titel impliziert, was ich sagen will: Die Erklärung des gestrigen Blogeintrags folgt heute, also entspricht heute mit dem Morgen von Vorgestern. Damit habe ich hoffentlich alle genug verwirrt, um darüber hinwegzusehen, dass ich gestern schon wieder kein Internet hatte, um mein eigenes Versprechen zu halten.

Ich habe auch gerade eigentlich keine Zeit, möchte aber die geniale Freitagsidee auch nicht komplett in der Versenkung verschwinden lassen.

I PROUDLY PRESENT „SCHWARZ“!

DER NEUE SPIELFILM VON HONOREMPRODUCTIONS

Menschen haben eine geradezu endlose Fantasie. Jede Art von Kunst ist nur der Versuch, ein Teil davon in eine form zu bringen, in der man sie anderen näherbringen kann. Doch dadurch beschränkt man sich natürlich auch und präsentiert eine Wertung, man präsentiert eine der vielen Möglichkeiten.

Schwarz ist anders! Er restriktiert nur die Länge auf exakt 90 Minuten und ist damit ein normaler Spielfilm. Nur den Inhalt überlässt er ganz den Zusehern. Wer die Zeit hat, kann sich einfach mal diesen Film ansehen und einfach nur die Gedanken schweifen lassen, denn das ist etwas, das wir viel zu selten machen.

Denn manchmal kommt man dadurch auf ganz neue Dinge, die schon lange im Kopf rumgeistern, aber deren zu gedenken nie genug Zeit war.

Probiert es mal aus, es funktioniert erstaunlich gut! (Das schöne ist: Wenn man nur die ersten 5 Minuten ansieht, verpasst man trotzdem nichts 😉 )

technischer Totalausfall

Tja, dieser Blog steht in diesem Monat unter keinem guten Omen, fürchte ich… mein iMac will zzt. nichtganz so und auch WordPress läuft eher so halbgeil. Dazu kommt ein technischer Defekt meiner Inspiration, die mich derzeit nichts machen lässt, was natürlich etwas ätzend ist. Aber ich freue mich schon bald darauf, wieder motiviert weiterzumachen 😉

Das hat dramaturgische Gründe

War das wirklich ne Woche? Das war eine sehr faule. Sehr kurze. Aber schöne. Woche. Scheinbar tatsächlich. 7 Tage. Nun gut, dann zählt heute halt für 7 und es gibt 7 Bilder!

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Was hat nun der Titel zu bedeuten? Nun, ich habe mir am Samstag, als ich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass schon Samstag ist, gedacht, jetzt ist schon Samstag und nichts passiert, da kann man doch genau so gut ne Woche Pause machen und schauen, ob sich wer beschwert. Ich bin wohl weiterhin latent unmotiviert, aber das legt sich schon noch.