Nytt Perspektivet

WICHTIGE ANMERKUNG ZUM HEUTIGEN ARTIKEL:

Unser bisheriger Internethafen hatte heute offensichtlich zu, weswegen wir nun in der Touristinfo an schlechten PC’s sitzen und Jonas versucht, møglichst viel vom Blog hinueberzutransferieren. Dabei gingen jeddoch alle Umlaute und Sonderzeichen verloren oder wurden durch norwegische Ersetzt. Ich bitte das nachzusehen und wuensche dennoch viel Spass mit dem Artikel, der wohl etwas schwerer zu entziffern ist.

 

Eigentlich wollte ich den heutigen Artikel „Neue Perspektiven“ taufen. Fand ich dann aber unangebracht – da hätte ich Anni ja einen deutschen Titel geschenkt. Den Gefallen wollt ich ihr aber nicht machen, weswegen ich auf eine thematisch passende Sprache ausgewichen bin, die sie aber sicher nicht spricht! Anni, du darfst dich auch bei Nils bedanken.

Gestern Abend ist nicht mehr wirklich viel passiert – wir haben gekocht, es gab Køtbullar mit Reis, was sehr gut geschmeckt hat, wir haben das Ende von Stormbreaker, das Ende von E.T. und das Ende von Ocean’s Twelve angesehen, entweder zeigen die im norwegischen Fernsehen keine vollwertigen Filme oder wir hatten bisher einfach nur ein gutes bzw. schlechtes Händchen bei der Senderauswahl. Dann noch ein wenig DSA und danach halbwegs zeitig ins Bett.

Am nächsten Morgen (also heute, also gestern, da ich den Blog ja erst morgen, also heut hochladen werde) war es ausnahmsweise nicht Jonas, der vor allen anderen hyperaktiv das Haus aufräumte und sie dann weckte, sondern Nils, der als erster aufstand. Jonas war allerdings der erste, der duschte, heute durfte er mit den Problemen dieses Dings kämpfen. Ich erzähle nicht alles, aber ich habe es sowohl geschafft, meine Hand zu verbrühen als auch nach kürzester Zeit alles warme Wasser zu verbrauchen. Wie? Ist mir ein Rätsel! Nach einem entspannten Frühstück ging es los in die Stadt – wir wollten das Polaria besichtigen, ein großes Aquarium mit Robben. Doch zuerst einen Parkplatz finden, was relativ leicht war, da vor dem Polaria ein großer Parkplatz war – zumindest bis wir auf den Preis schauten: 2.50€ pro Stunde war uns irgendwie zu viel, also doch wieder auf das Festland und laufen.

ein kleines, altes, mittlerweile geschlossenes Kino - Jonas fand das sympathisch
ein kleines, altes, mittlerweile geschlossenes Kino – Jonas fand das sympathisch

Gesagt getan parkten wir mal wieder bei der Eismeerkathedrahle und wanderten zurück auf die Insel. Auf dem Weg kamen wir an einer Bushaltestelle vorbei, fanden heraus, dass ein Einzelticket gute 5 Euro kostet und verstörten Jonas nachhaltig. Da wir aber eh nicht vorhatten, mit dem Bus zu fahren, war ja alles gut.

"nettes" Strassenschild - es beschreibt unsere Situation so gut, glaubt mir...
„nettes“ Strassenschild – es beschreibt unsere Situation so gut, glaubt mir…

Durch die veränderte Parksituation veränderte sich unsere Perspektive auf Tromsø dermaßen, dass wir ein neues Museum in Angriff nahmen: Das Perspektivet (na fällt euch was auf?), ein Fliederfarbenes Haus, in dem bei freiem Eintritt einige Fotoausstellungen zu finden sind. Um es zu spezifizieren: Im Erdgeschoss fanden wir einige Fotos aus woauchimmer, Jonas scheint da ernsthafte Erinnerungsprobleme zu haben, Markus und Nils sagen, das allgemeine Thema war Religionen weltweit., im ersten Stock war das allgemeine Thema „Religionen in Tromsø“ mit einigen Fotos und auch anderen Ausstellungsstücken wie ein Buch mit vibrierendem Sand, das Jonas magisch anzog. Und im dritten – Jonas’ Liebling: Fotos von Tromsø und Bewohnern von vor ungefähr 100 Jahren. Dort fand sich auch ein Gästebuch in das Nils gezwungen wurde ein Polarlicht hinzuzeichnen, Jonas machte Werbung für den Blog (If you read this because of your visit at Perspektivet Museum: Hi, nice too meet you! Please don’t be scared of this blog – you are extremely welcome!) und am Ende waren alle so mehr oder weniger zufrieden und glücklich damit, sodass wir uns auf den Weg ins Polaria begeben konnten.

Dort angekommen wurde uns gesagt es gäbe im Museumskino in wenigen Minuten einen Film über die arktische Wildnis auf Spitzbergen und später einen übers Polarlicht – beide sehr schön. Den ersten schauten wir uns an und er war sehr schön und beeindruckend – wir haben ja schon eine tolle Landschaft und es muss der Wahnsinn sein wie viel magischer die auf Spitzbergen nochmal ist – halt quasi fast komplett menschenleer. Der Film über Polarlicht hatte ein Problem für uns: Wir wussten nicht, wann er kam, weswegen wir uns nicht trauten, uns zu weit von dem Kino zu entfernen, was es schwer machte, den Rest des Museums wirklich gut zu genießen. Das zog sich ne gute Stunde hin, dann kam der Film, er war ganz nett, die Polarlichter waren schön und es gab eine wissenschaftliche Erklärung für das Phänomen, die Jonas ganz neue Perspektiven schaffte.

Doch auch die verschiedenen Perspektiven auf die Robben waren durchaus interessant – von oben, unten, rechts, links, seitlich und diagonal war alles gegeben. Jonas schaffte es dennoch nicht, vernünftige Fotos zu machen – ihr bekommt das Beste, was er hinbekommenhat. Des weiteren haben wir Seeigel und Seesterne angetatscht (Im Streichelauquarium!), Jonas fand das Wasser zu kalt, aber ansonsten war das schon auchirgendwie interessant.

Schlussendlich gingen wir – wir hatten ja noch einen Termin, für den wir am vorhergehenden Tag Karten gekauft haben, was erstaunlich schwer war, weil das nur über Automat ging und unsere Kreditkarte und der Automat augenscheinlich keine Lust aufeinander hatten. Es ging dann aber doch und nun war es so weit – wir gingen ins Kino, um dort Mittagessen und Internet zu haben und besuchten im Folgenden einen der Säle jenes Kinos um gänzlich neue Perspektiven (andere Dimension und andere Sprache) auf einen wohlgekannten Film zu erschließen:

Da daa dadada daaaa daaa dadada daaa daa dadada daaaa ;)
Da daa dadada daaaa daaa dadada daaa daa dadada daaaa ;)

Hat Spaß gemacht! Auch dieses Mal!

Das Kino - unser bisheriger Internetort
Das Kino – unser bisheriger Internetort
Die Bibliotheck - der Ort, von dem das Internet kam...
Die Bibliotheck – der Ort, von dem das Internet kam…

Im Anschluss kauften wir noch ein paar Dinge ein und sind nun zu Hause. Markus und Nils kochen (Heute gibt’s Fusili Carbonara ála Schinken statt Speck mit viel Zwiebel und ein wenig Sahne in die klassische Carbonarasoße) – Jonas schreibt den Blogeintrag und schaut eine Doku auf Discovery, da gerade keine guten Filmenden laufen. Gleich wird er die bisherigen Fotos von heute raussuchen, um sie zu bearbeiten und morgen dann schnell im Kino hochladen zu können und nach dem Essen werden heute wieder Polarlichter gejagt! Ich bin gespannt, welche Perspektiven der Tag uns noch bietet…

Noch eine Schøne Nachtsicht auf Tromsø (Endlich stimmt das ø mal!)
Noch eine Schøne Nachtsicht auf Tromsø (Endlich stimmt das ø mal!)

Entscheidendes Problem, wenn man Auto fährt: Man kann nicht währenddessen bloggen. Sehr wohl aber Kolumnen anhören, weswegen wir uns die Fahrt auf die abgewandte Ostseite der benachbarten Insel zu Tromsø (Anmerkung an mich selbst: Hier bitte ‚Oldervik und später Fagernes‘ einfügen – wenn da noch ‚Name des Ortes‘ steht, hab ich völlig vermasselt!) damit verkürzten, Axel Hacke zu lauschen, nachdem Nils Bruno Jonas nur begrenzt witzig fand. Schließlich hielten wir an, da Nils Polarlichter entdeckte und stiegen aus, diesmal erkannten wir selbst sie auch, da wir ja nun die Ãœbung hatten.

An der Stelle ein paar erklärende Worte, da die Frage aufkam, was Jonas denn damit meinte, dass die Aurora Borealis in echt völlig anders aussah: Stellt euch vor, es ist Nacht und Dunkel. Wenn etwas erleuchtet wird, dann von den Sternen, dem Mond oder benachbarten Städten, in unserem Fall Tromsø. Der Mond ist bläulich, Tromsø ist rötlich. Das sieht man mit bloßem Auge aber kaum, da die Farbsicht stark eingeschränkt ist – letztlich unterscheidet man zwischen grauen Silhouetten, die man erkennen kann und solchen, bei denen du keine Ahnung hast, was es ist. Das ist mit den Nordlichtern nicht anders, vor allem, wenn sie so schwach sind, wie wir sie bisher hatten (also heute waren sie stellenweise sehr stark, aber die Sicht war nicht gut und wir hatten ziemliche Bewölkung und das kommt aufs gleiche hinaus) – du siehst eigentlich weitere Wolken, die sich dadurch unterscheiden, dass sie anders wabern und häufig wolkenuntypisch aussehen. Und dann hoffst du, dass du dir nicht nur einbildest, sie sind grün, sondern, dass sie es tatsächlich sind. Manchmal ist es ganz klar und eindeutig, es ist aber auch schon passiert, dass wir eine Wolke für ein Nordlicht gehalten haben und andersherum.
Für die Kamera ist das einfacher. Die nimmt einfach alles Licht so, wie es ist und behält dadurch auch nachts alle Farbinformationen, weswegen da klar ist: Die Wolken sind entweder rot oder blau (je nachdem, was sie gerade anleuchtet), die Polarlichter sind grün. Dazu kommt, dass die Kamera länger belichtet als das menschliche Auge, was die Nacht nochmal künstlich aufhellt, weil der Sensor natürlich viel mehr Zeit hat, das Licht zu „sammeln“. Was dabei aber verloren geht, sind die wunderschönen Zeichnungen. So unterschiedlich können die Perspektiven von ein und derselben Sache sein – schon lustig.

Die Lichter heute waren sehr scheu und unfotogen,da sie sich sehr schnell verändert haben und sehr dunkel waren – aber sie waren sehr feingliedrig und fädrig, was sehr schön anzusehen war. Wir hatten zwar nicht so viele und sie verschwanden sehr schnell wieder, aber wir hatten definitiv das eine oder andere Highlight. Im Folgenden bekommt ihr die schönsten Bilder, wobei ich nochmal betonen muss, dass die nicht im Geringsten wiedergeben, was wir gesehen haben. Ich finde beides sehr schön, aber du kannst beides wirklich nicht miteinander vergleichen, da die Lichter auf den Bildern viel mehr leuchten, aber eben auch viel flächiger und matschiger sind.

Nach 130 gefahrenen Kilometern auf der Suche nach Licht nun wieder zuhause angelangt freue ich mich auf morgen. Der letzte Tag des Jahres 2015, das mich so viel erleben hat lassen. Und das Jahr 2016 startet fulminant mit einer zweitägigen Autotour. Will heißen, das nächste Mal hört ihr von mir wohl am Abend des 02.01.16 oder im Laufe des 03.01.16 – je nachdem, wann wir ins Kino kommen 😉 Ich will gar nicht viel erzählen, was wir alles vorhaben, aber ich freue mich sehr darauf und wünsche euch auf diesem Wege eine wunderbare Rutschtour voller Hals und Beinbruch ins neue Jahr! Lasst es krachen und knacken, was das Zeug hält, aber verletzt euch nicht dabei, ich hätte euch gerne auch noch im nächsten Jahr!

2 Gedanken zu „Nytt Perspektivet“

  1. Mal wieder schöne Bilder. Man sieht, dass Ihr Drei viel Spaß habt.
    Euch einen guten Rutsch (nicht wörtlich nehmen) ins neue Jahr.
    Habt viel Vergnügen bei der Rundtour und kommt heile und gesund zurück!

  2. Hallo ihr Drei,
    wir wünschen Euch einen guten Rutsch, viele Nordlichter und allzeit freies Bibliotheks-WLAN!

    Hier sind ein paar deutsche Schriftzeichen zum Ausschneiden und Einkleben oder wie auch immer das bei dem Blog geht:
    äääääöööööüüüüüßßßßß
    ÄÄÄÄÄÖÖÖÖÖÜÜÜÜÜßßßßß

    Alles Gute

    Gudrun + Martin

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