Winter is coming

Heute war wieder primär ein Reisetag.

Oh, falscher Blog. Ähm…

Heute IST primär ein Reisetag. Der erste unserer Reise – 3 weitere werden folgen, was ja gar keine schlechte Leistung bei 8 Urlaubstagen gesamt ist. Gerade sitzen wir am Flughafen in Oslo, haben Zeit und ich beginne mal, den bisherigen Tag zu rekapitulieren, während Nils und Markus darüber reden, wie man die Duty Free Läden unsachgemäß dazu benutzt, die Sicherheitskontrolle ad absurdum zu führen.

Heute früh ging es also für manche um ca. 8 los, für andere um 8:20 und für die allerletzten dann um 8:35, wobei manche eher mit dem Frühstück fertig waren und andere sich dafür dann umso mehr Zeit im Auto gelassen haben. Die Fahrt war sehr entspannt und schön – ich mag die Strecke nach München, wenn der Raufreif alles zum Glitzern bringt. Trotzdem hatten wir ein ganz komisches Gefühl des Sommers, weil es ja für einen 27. Dezember doch tendenziell wärmer war, als es sein müsste. An der Stelle auch nochmal danke an Markus Vater für den unkomplizierten Bringdienst – das war sicherlich entspannter, als mit dem Zug zu fahren.

obligatorisches Gruppenfoto am Flughafen...
obligatorisches Gruppenfoto am Flughafen…
...und schon beginnt Jonas, viel zu zutraulich zu werden!
…und schon beginnt Jonas, viel zu zutraulich zu werden!

Am Flughafen dann die erste Zitterpartie – wie schwer sind nun unsere Koffer? Vor allem Jonas war sich da ja nicht ganz so sicher, da er hart an der Grenze gepackt hatte. Letztlich waren die Ergebnisse aber sehr befriedigend: 19, 20 und 22 Kilo, da netterweise nach dem Komma abgeschnitten wurde. Gepäck ist aufgegeben, Jonas organisiert sein Handgepäck noch um, damit er bessere Kameramöglichkeiten hat und nach einem kurzen Umweg durch den Deutsche Museum Shop (Ja, Nils, WIRKLICH!) geht’s schon ab durch den Sicherheitscheck!

Dass Markus mal wieder als einziger auf Sprengstoff kontrolliert wurde, während Jonas einen netten Plausch über Kameras und deren Möglichkeiten und Preise hielt (Ich mag Hobbyfotografen, die als Security arbeiten!) war ja vorherzusehen – dieser Mensch schreit ja 10 Kilometer gegen den Wind: ACHTUNG, ICH BIN CHEMIKER! – Zumindest fanden Nils und ich das, während Markus spezifizierte, dass er ja vieles sei, aber kein Chemiker.

Das ist neu: Gruppenselfie am Gate ;)
Das ist neu: Gruppenselfie am Gate ;)

Am Gate hatten wir dann noch eine gute Stunde, die Jonas dazu nutzte, den beiden anderen lustige Dinge aus dem Internet vorzulesen, zu schniefen, sich zu schnäuzen und sich ständig über seinen Gesundheitszustand aufzuregen, so ging die Stunde schnell rum, wir liessen uns beim Boarding Zeit, weil wir ja eh in der letzten Reihe saßen (Das war Jonas’ Idee, weil man da hoffentlich am wenigsten Flügel im Bild hat.

Und die letzte Sonne, die wir für die nächsten Tage gesehen haben werden
Und die letzte Sonne, die wir für die nächsten Tage gesehen haben werden

Der Flug als solcher war ok – ich möchte nur anmerken, dass ich es frech finde, ausschließlich Tee und Kaffee kostenlos anzubieten und für jeden Saft und sogar Wasser viel Geld zu verlangen. Nils kaufte ein Wasser für geschlagene 3 Euro – Jonas war das zu teuer und er quälte sich den Schwarztee runter (er mag keinen Schwarztee! Echt! So gar nicht! Aber er wollte auf Teufel komm raus auch keine Milch hinein tun! Selber Schuld!)

Die Sonne im Rücken, da es ja nach Norden ging, hatten wir über Bayern noch eine gute Aussicht, danach wurde es weiß und sehr langweilig, weswegen wir uns teilweise auf unsere DSA-Eskapaden (das ist übrigens derzeit offiziell eines meiner Lieblingsworte) vorbereiteten und Jonas Sachen festgestellte, die eh recht klar waren, wie Beispielsweise, dass Wolken nicht aus Watte bestehen (was schade ist), dass wir für 8 Tage keine direkte Sonne mehr sehen und dass wir nach Norden fliegen. So ging der Flug schnell rum. In der folgenden Galerie findet ihr ein paar Impressionen davon – viel Spaß damit!

wichtige DSA-Besprechung im Flieger
wichtige DSA-Besprechung im Flieger

Die Landung muss man definitiv hervorheben. Wir kommen aus der Wolkendecke nach unten uns sehen Norwegen. Und es ist WEISS! Das war und ist immer noch sehr seltsam, weil wir alle ein wenig das Gefühl haben aus dem Sommer in den Winter gereist zu sein. Auf nur 2 Stunden. Es liegt zwar nicht so viel Schnee, aber allein vom Feeling ist es hier dunkler, alles etwas bläulicher und eben v.a. weiß und voller Pulverschnee. Wir freuen uns sehr auf Tromsö – auf dass es da noch winterlicher ist!

Ankunft in Oslo. Wenig Schnee. Aber SCHNEEE!!
Ankunft in Oslo. Wenig Schnee. Aber SCHNEEE!!

Nun sitzen wir wie gesagt am sehr schönen Flughafen von Oslo – in 40 Minuten beginnt unser nächstes Boarding und heute Abend schreibe ich weiter und berichte, was uns 3 stolzen Recken alles widerfahren wird…

…man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben, den Fehler mach ich jedesmal und das passiert sonst was für ein Scheiß! Unsere Ausgangssituation war eine sehr einfache: Wir kommen in Oslo an, fragen nochmal sicherheitshalber nach, ob wir unser Gepäck neu einchecken müssen, oder ob das durch geht. Klare Antwort: ES GEHT DURCH!

Und da hörte das ganze mit der Einfachheit dann halt auch auf. Wir gehen rechtzeitig zwanzig Minuten vor unserem nächsten Boarding los, um einzuchecken. Beim Zoll kommen wir nicht weiter. Unser Ticket wird nicht akzeptiert, weil unsere Koffer noch nicht aufgegeben sind. Wir so „Wie?“, die so „Schaut mal nach, manchmal klappt das nicht. Also gehen wir fast 2 Stunden nach unserer Landung und wenige Minuten vor unserem nächsten Boarding nach unten zur Gepäckankunft um unsere Koffer zu finden. Gesagt getan klappern wir alles ab, Markus findet seinen, Nils’ und Jonas’ bleiben verschollen. Wir fragen einen Flughafenmitarbeiter, der antwortet, dass wir nun halt die Wahl hätten, unser Gepäck zurückzulassen oder unseren Flug zu verpassen. Da der in 20 Minuten geht und wir noch durch die Security müssen, entscheiden wir uns für Flug in der Hoffnung, das „Baggageproblem“ in Tromsø klären zu können. Markus’ Koffer checken wir ein, die Dame dort erzählt uns, dass unser Flug ca. 45 Minuten Verspätung hat und wir unten nochmal fragen sollen. Da geht’s dann noch 3 oder 4 Stationen weiter, so viel sei gesagt: Unsere Koffer sind immer noch sonstwo, aber uns wurde gesagt, die bekommen wir in Tromsø und im besten Falle sind sie sogar in unserem Flugzeug. Nun sitzen wir nun also immerhin in unserem verspäteten Flieger, voller Hoffnung, dass das alles weitere klappt. Update und hoffentlich Ende des Tages folgt – für die Leser ist es ja eh ein zusammenhängender Text!

Was nützt ein Plan, wenn du ihn dir aufstellst – am Ende scheitert er daran, dass das WLAN nicht funktioniert 0)

Anflug auf Tromsø - oder zumindest das was ich davon fotografiert bekommen habe
Anflug auf Tromsø – oder zumindest das was ich davon fotografiert bekommen habe

Gut, was noch passiert ist: Wunderwunderschöner Anflug auf Tromsø, den ich leider nicht in wirklich schönen Bildern einfangen konnte, ein explodierter Jonas-Kopf, 3 Koffer in der Kofferausgabe (ja, es hat alles problemlos geklappt, zum Glück!) und eine Mietwagenleihe.

Wir haben jetzt einen VW-Polo, den Jonas aufgrund der angenehmen Fahrweise auch sehr gerne mag und wir haben Markus’ Navi völlig verwirrt. Was man über Tromsø wissen muss und sollte: Ein Großteil der Straßen ist unterirdisch gelegt, was echt interessant und imposant ist, aber für ein Navigationssystem natürlich auch etwas ätzend, wenn es nie weiß, ob man oben oder unten ist. Wir haben dann trotzdem recht schnell den Weg zu unserer Wohnung gefunden und waren auf dem Weg völlig begeistert von dem tiefstem Winter hier.

Angekommen lies Jonas Markus und Nils erstmal Schnee schippen, damit man das Auto vernünftig abstellen konnte (Markus und Nils, da Jonas kalt war und die beiden sich eh begeistert in den Schnee gestürzt haben. Jonas hat dafür das Gepäck getragen, zur Rechtfertigung!).

Die Jungs am Arbeiten - so schnell, dass sie sogar mehrmals zu sehen sind ;)
Die Jungs am Arbeiten – so schnell, dass sie sogar mehrmals zu sehen sind ;)
Unser Beschauliches Eigenheim - ein rotes Holzhaus wie in Jonas' Träumen :)
Unser Beschauliches Eigenheim – ein rotes Holzhaus wie in Jonas‘ Träumen :)

Schließlich ging es nach drinnen, wo die 3 Jungs ihr Gepäck auspackten, Jonas begeistert merkte, dass seine improvisierte Stativkonstruktion wunderbar funktionierte und Jonas entsetzt feststellen musste, dass sein Waschmittel ausgelaufen ist, was ihn immer noch beschäftigt und Dinge reinigen lässt. Ansonsten gab es eine kurze Enttäuschung aufgrund fehlenden WLANs, da sind wir gerade noch dran – wenn ihr das hier lest, haben wir es wohl geschafft!

Ansonsten haben wir irgendwann den Fernseher eingeschaltet und festgestellt: Englische Filme sind original mit Untertitel! Also schauten wir zuerst das Ende von Harry Potter 1, machten weiter mit Fluch der Karibik 2, bei dem tatsächlich der VOLLE Abspann gezeigt wurde, was Jonas und Markus völlig entgeisterte – Nils bekam es aufgrund eines Badbesuchs nicht mit und glaubte den beiden natürlich nicht – ich kann nur wiederholen: Es war so! Echt!

There once was a boy named Harry...
There once was a boy named Harry…

Morgen schauen wir Tromsø an, ich melde mich, sobald ich kann! Und es macht keinen Sinn das zu schreiben, weil ihr es eh erst dann lest. Also habt viel Spaß ohne dem Blog und seid nicht verstört, wenn er dann geballt auf euch einströmt!

„Du hast die gleichen Augen wie deine Mutter!“ „Die Gleichen?! Die Selben!!“

„Don’t forget the dramatic climatic disastress wobble! THE WOBBLE!! T-H-E W-O-B-B-L-E“

Ein Gedanke zu „Winter is coming“

  1. Hallo,
    schön von euch zu hören! Da ist ja wieder ganz schön was los. Bin so froh, dass uns das mit den Koffern bisher noch nicht passiert ist! Ich glaube, ich wäre halb ausgeflippt, wenn das in L.A. geschehen wäre. Aber es hat ja doch noch alles geklappt. Bin ein bisschen neidisch auf euren Schnee, aber wirklich beschweren will ich mich auch nicht, schließlich hatten wir die letzten zwei Tage wunderbares Wetter, ich hab sogar mal wieder das Radl ausgepackt! Noch viel Spaß! Freue mich auf weitere Berichte!

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